Maximilian II. war der Sohn von Kaiser Ferdinand I. und Anna Jagiello von Ungarn, wurde in Wien geboren und wuchs zunächst in Innsbruck auf, wo bedeutende Humanisten zu seinen Lehrern zählten. Die ersten Ideen über den Protestantismus dürften ihm von seinem Lehrer Wolfgang Schiefer, einem geheimen Lutheraner, vermittelt worden sein. Zeitlebens sympathisierte Maximilian mit dem Protestantismus, blieb aber katholisch. Die Familie versuchte die religöse Haltung des Erzherzogs zu beeinflussen, unter anderem durch den Aufenthalt in Spanien und die Vermählung mit der Infantin Maria von Spanien, der Tochter Karls V., im Jahr 1548. Maria, still und verschlossen, blieb Spanierin und erlernte nie die deutsche Sprache. Das Ehepaar hatte 15 Kinder und soll eine sehr innige Beziehung zueinander gehabt haben.
Maximilian vertrat weiterhin in religiösen Fragen eine Kompromisshaltung - "nicht päpstlich, nicht evangelisch, ein Christ", wie er formuliert haben soll -, wodurch er für die katholische P...