St. Michael ist eine kleine, an der Donau liegende Kirchsiedlung in der Wachau nordöstlich von Spitz und gehört zur Gemeinde Weißenkirchen. In dominierender Lage liegt leicht erhöht die bedeutende Wehrkirche St. Michael. Sie wird bereits 987 erstmals urkundlich erwähnt und war einst die Mutterkirche der Wachau mit einem sehr großen - die Wachau und Teile des südlichen Waldviertels umfassenden - Pfarrgebiet. Der Ort bildete seit der Mitte des 12. Jahrhunderts mit Weißenkirchen, Wösendorf und Joching die Gemeinde "Tal Wachau", das der Herrschaft Dürnstein unterstand (bis 1839 Magistrat in Weißenkirchen). 1159/62 überließ der Bischof von Passau die pfarrlichen Besitzungen und Zehente dem Stift St. Florian und die Pfarre wurde dem Stift inkorporiert. Ihre Bedeutung zeigt sich auch darin, dass um 1300 vier Geistliche - der Pfarrer und drei Kapläne - und um 1400 fünf Geistliche hier tätig waren.
Im Laufe der Jahrhunderten wurden die Filialkirchen von St. Michael zu eigenstän...